Zeitungsberichte ab 2015

ältere Berichte siehe Zeitungsberichte ab 2005 bis 2014



Augsburger Allgemeine 10.03.2015
Festfieber in Batzenhofen
Jubiläum Feuerwehr will ihren 140. Geburtstag groß feiern. Maskottchen soll Glück bringen

Sie bereiten das Fest in Batzenhofen vor: Die Mitglieder des Festausschusses und der Vorsitzende Stefan Langer (zweiter von rechts) Gersthofen-Batzenhofen
  Die Feuerwehr Batzenhofen plant eine große Feier zum 140-jährigen Bestehen im Juni. Auf Erfahrungen vom Fest vor zehn Jahren zum 130. Jubiläum aufbauend, bereiten sieben Arbeitsgruppen das Programm für das Jubiläum vor.
  Batzi, das bereits im Juni 1998 anlässlich der 125-Jahr-Feier geborene Festmaskottchen, ist wieder mit von der Partie.
  Offizieller Starttermin der Festivitäten ist Freitag, 19. Juni, mit einer Rocknacht mit Livemusik von Elusive Silence. Beim Festakt am Samstag erfolgt nach der Totenehrung die Festeröffnung durch den Vorsitzenden Stefan Langer in der Mehrzweckhalle. Am Sonntag dankt die Wehr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin für 140 Jahre glückliche Vereinsgeschichte. Anschließend zieht man mit Blasmusik zum Tag der offenen Tür auf den Feuerwehrhof, wo neben Essen und Trinken ein attraktives Rahmenprogramm für Jung und Alt geboten wird.
  Zwei Dinge sind es noch, die Batzi und die Feuerwehrler im Moment bewegen: Finden sich genügend Sponsoren, um die Ausgaben für Werbung, Musik und Festzeitschrift zu bewältigen und wie wird das Wetter im Juni 2015?



MyHeimat Gersthofer 06.06.2015
140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen
Rückblick auf eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte
  zum Bericht auf MyHeimat


MyHeimat Gersthofer 06.06.2015
Flashover Special Rock Party mit "Elusive Silence" anlässlich 140 Jahre FFW Batzenhofen
  zum Bericht auf MyHeimat


MyHeimat Gersthofer 06.06.2015
Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen feiert vom 19. bis 21. Juni 140-jähriges Jubiläum
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Gersthofer Stadtzeitung 17.06.2015
Feuerwehr im Festfieber
JUBILÄUM / Die Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen setzt ein besonderes Zeichen: 140 Jahre Zusammenhalt und Tradition, Kameradschaft und engagierter Einsatz.
  In den 140 Jahren seit ihrer Gründung haben sich die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Batzenhofen gründlich verändert. Damals retteten sie mit einfachen Gerätschaften so manches Leben und Haus. Heute stehen bei den Floriansjüngern längst nicht mehr Brandbekämpfungen im Mittelpunkt, sondern technische Hilfeleistungen. Geblieben sind allerdings die Grundvoraussetzungen, nämlich "das Leben, die Gesundheit und das Hab und Gut der Bürger zu retten und zu schützen", so- Kommandant Sven Lorenz und Vorsitzender Stefan Langer.
  Mit der 140-Jahr-Feier, die am Freitag 19. Juni, mit einer Rocknacht für die Jugend beginnt, und am Sonntag, 21. Juni, mit einem Tag der offenen Tür des Feuerwehrhauses und einem bunten Programm für Jung und Alt endet, setzt die Wehr ein Zeichen für Kameradschaft und Tradition, aber auch für die Sicherheit und das Wohl der Bürger vor Ort.
  Was waren das für Männer, die am 8. Juli 1875 die Feuerwehr Batzenhofen aus der Taufe hoben? Zumindest frei von Vorurteilen und Egoismus, meinen Lorenz und Langer unisono. Immerhin habe es bereits damals gegolten, bei einem Brandeinsatz das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, um anderen Menschen zu helfen. Die Chronik unterstreicht diese Eigenschaften. Sie spricht von "18 selbstlosen, pflichtbewussten Männern", die Satzung von einer "geordneten Hilfe bei Feuersgefahr". Die Geschicke leitete Kommandant Georg Welzhofer zusammen mit dem Vorsitzenden Georg Rößle, dem damaligen Bürgermeister.
Lange Zeit nur mit Muskelkraft
  Gegen das Feuer kämpfte die Wehr erstmals 1878 bei einem großen Wohnhausbrand in Edenbergen an. Um die Flammen auszumerzen, kam eine vierrädrige Löschmaschine zum Einsatz. Viele Jahrzehnte lang wurden die Geräte ausschließlich mit Muskelkraft betrieben. Nach der Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses an der Nordseite der Pfarrkirche, in dem die Wehr bis anfangs der 1960er-Jahre ihr Domizil hatte, erfolgte 1903 der Kauf einer vierrädrigen Löschmaschine. 1928 rückten die Brandschützer erstmals in Uniformen aus.
Erst 1929 - ein Jahr nachdem bei einem verheerenden Großbrand die Scheunen zweier Anwesen vernichtet wurden - kam die erste Motorspritze zum Einsatz. Die "Liliput" von Magirus - so hieß das 18 PS starke Gerät - war noch bis 1959 im Brandeinsatz. Damals verfüget die Wehr allerdings bereits über einen Tragkraftspritzenanhänger mit einer neuen TS8/8.
  Wie beim Ersten Weltkrieg forderte auch das Tausendjährige Reich Tribut unter den Floriansjüngern. Insgesamt 19 Kameraden fielen in beiden Kriegen an der Front. Der Mangel an einsatzfähigen Männern führte 1944 zur Gründung einer Frauenwehr unter der Führung von Mathilde Kuchenbauer, die gleich nach einem Bombenabwurf im benachbarten Rettenbergen zum Einsatz kam.
  Im August 1945 formierte Georg Kugelmann die Wehr neu. Auch mit dem gesellschaftlichen Leben des Vereins ging es von da ab schrittweise bergauf. 1965 Wurde das Feuerwehrhaus abgebrochen. Die Wehr zog in ein ehemaliges Stallgebäude bei der Schule um.
  Zu ihrem 100-jährigen Jubiläum bekamen die Floriansjünger nicht nur das erste Löschfahrzeug, ein LF8 Magirus, sondern auch ein neues Feuerwehrhaus in der Mehrzweckhalle. Kurze Zeit danach erhielt die aufstrebende Wehr von der Stadt Gersthofen, zu der man 1978 eingemeindet worden war, ein Mehrzweckfahrzeug spendiert. 1996 wurden vier neue Pressluftatmer beschafft. In den nachfolgenden Jahren folgten ein hochmodernes LF8/6 Allrad-Löschfahrzeug eine neue Fox TS8/8 und ein Mehrzweckfahrzeug.
Sehr gut aufgestellt
  Heute verfügt die Batzenhofener Feuerwehr über rund 50 aktive Mitglieder. "Daneben agiert der Verein mit rund 200 Mitgliedern sowohl in der Mitgliederwerbung als auch in der Pflege von Kameradschaft und sorgt für den Zusammenhalt aller Mitglieder", resümieren Kommandant und Vorsitzender. Stolz sind Sven Lorenz und Stefan Langer aber auch auf den Nachwuchs der Wehr. Die Feuerwehr sei sehr gut aufgestellt, so Langer weiter. Auch in der Prävention sei sie aktiv. So füher sie, wie jedes Jahr, die Brandschutz-Unterweisung für die Vorschulkinder am Kindergarten St. Martin durch.



Augsburger Allgemeine 18.06.2015
Vom reinen Brandeinsatz zur technischen Hilfe
Fest Wie sich die Aufgaben der Feuerwehr Batzenhofen in 140 Jahren verändert haben und was zum Jahrestag geplant ist
  Bei Unfällen, Bränden und vielfältigen Noteinsätzen sind sie gefragt: die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Batzenhofen. Doch das kommende Wochenende haben sie dem Feiern gewidmet. Aus gutem Grund - denn die Wehr wurde von 140 Jahren von 18 Batzenhofern im Sinne einer "geordneten Hilfe bei Feuergefahr" gegründet.
  Mitglied werden konnte damals "jeder unbescholtene männliche Ortsbewohner, welcher über 16 Jahre alt und körperlich zur Dienstleistung als Feuerwehrmann befähigt ist". Von dieser Regelung musste im Jahr 1944 abgewichen werden. Damals wurde eine Damenwehr gegründet, weil die meisten einsatzfähigen Männer an der Front waren.
  Heute hat der Verein 200 Mitglieder - davon nehmen 50 aktiv an Einsätzen teil. In den 140 Jahren haben sich die Arbeit der Aktiven und die Anforderungen an sie stark verändert. Galt es früher vor allem Brände zu löschen und Menschenleben zu retten, sind heutzutage technische Hilfeleistung und sonstige Dienste sechsmal häufiger gefragt als der klassische Löscheinsatz.
Die ersten Spritzen wurden noch viele Jahre mit Muskelkraft betrieben. Erst 1929 wurde die erste Motorspritze, eine Magirus "Liliput" gekauft. Im Jahr zuvor hatte die Wehr erstmals Uniformen bekommen. Der Spritzenkauf war die Folge eines Großbrands auf zwei Anwesen. Die Liliput wurde sogar noch im Jahr 1959 bei einem Löscheinsatz benutzt, obwohl die Wehr damals schon einen Tragkraftspritzenanhänger mit Spritze hatte. Zum 75. Jubiläum der Wehr wurde das alte Feuerwehrhaus bei der Kirche renoviert - 15 Jahre später wurde es aber abgebrochen. Neues Domizil war ein ehemaliges Stallgebäude. Um im Brandfall die Bewohner des Seniorenheims Sonnenhof retten zu können, erhielt die Wehr 1970 vier Atemschutzgeräte. Zunehmend führten Einsätze auch in die Nachbarorte. Das erste Löschfahrzeug - ein Lf8 Magirus - kam fünf Jahre später nach Batzenhofen.
  In jüngerer Vergangenheit wurde das Floriansstüberl von den Feuerwehrleuten renoviert, das neben geselligen Treffen auch für Schulungen zur Verfügung steht.
  Inzwischen verfügt die Wehr über einen Rettungssatz mit Spreizer, Schere und Hydraulikstempeln sowie ein Mehrzweckfahrzeug. Anfangs des Jahres erhielt die Feuerwehr ein Schnelleinsatzgelt, das mithilfe von Druckluft in kurzer Zeit aufgestellt werden kann. Spätestens im kommenden Jahr erhält die Wehr auch einen Logistik-Gerätewagen.
  Und so wird von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Juni, gefeiert:
♦ Party Die Liveband Elusive Silence und DJ Pius gestalten die "Flash Over Special Rockparty" in der Mehrzweckhalle. Beginn der Veranstaltung ist am Freitag, 19. Juni, um 20.30 Uhr.
♦ Festakt Geladene Gäste feiern am Samstag, 20. Juni. Beginn ist um 19 Uhr mit einer Totenehrung auf dem Friedhof, danach geht's um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Batzenhofen weiter.
♦ Präsentation Ein Tag der offenen Tür schließt sich am Sonntag, 21. Juni, an. Um 10 Uhr beginnt der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, anschließend führt ein Festzug zum Feuerwehrhaus, wo ein Mittagstisch mit der Musikkapelle Batzenhofen angeboten wird. Um 13.30 Uhr beginnt ein Rahmenprogramm mit Vorführungen in technischer Hilfeleistung, Brandcontainer, Fettexplosion, Kinderprogramm, historischen Fahrzeugen und vielem mehr.



Augsburger Allgemeine 22.06.2015
Fettexplosion und historischer Löscheinsatz
Fest Die Batzenhofer Feuerwehr feiert 140-jähriges Bestehen und zeigt Spektakuläres
  Für den sechsjährigen David ging gestern ein großer Wunsch in Erfüllung: Er durfte am Lenkrad eines Feuerwehrautos sitzen. Zu verdanken hatte der Bub dies dem 140. Gründungsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Batzenhofen, das von Freitag bis Sonntag groß gefeiert wurde.
  Doch nicht nur der Aufenthalt im Auto lockte die Kinder an. Sie spielten begeistert an der alten Drehleiter und der historischen Wasserspritze aus dem Jahr 1903. Eine lange Schlange gab's vor der Mehrzweckhalle: Dort war die moderne Drehleiter ausgefahren. Kinder konnten dabei ihr Geschick beim Bierkistenstapeln testen. Auf dem Träger stehend mussten sie jeweils einen Weiteren aufsetzen. Da war ganz schön viel Gleichgewichtssinn gefragt. Bis zu 15 Bierkisten wurden da geschafft - die Kinder wurden dabei am Seil von einem Feuerwehrmann abgesichert.
  Feuerwehr-Vorsitzender Stefan Langer war am Sonntag erleichtert, dass das Wetter doch noch einigermaßen mitspielte. "Die Party am Freitagabend in der Mehrzweckhalle und der Festakt am Samstag für geladene Gäste waren ja in geschlossenen Räumen. Aber wenn heute der Tag für die Öffentlichkeit ins Wasser gefallen wäre, wäre das schon schade gewesen", so Langer.
So kamen die Besucher in Scharen. Die meisten machten es sich in der Fahrzeughalle gemütlich, wo Tische und Bänke aufgestellt waren. Dort gab es auch Speisen und Getränke und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Was für die Kinder die Feuerwehrautos waren, das waren die Schauübungen der Feuerwehrleute auf dem Platz vor dem Gerätehaus: Beängstigend war ein simulierter Wohnzimmerbrand, bei dem gezeigt wurde, wie sich die Flammen in Sekundenschnelle vergrößern, die Wohnung fast explodiert.
  Apropos: Ein Stück wichtiger Aufklärung leisteten die Feuerwehrmänner ganz nebenbei - aber spektakulär. Wenn beim Kochen das Fett Feuer fängt, darf man niemals Wasser aufgießen. Wer die Fettexplosion zum Abschluss des Feuerwehrfestes erlebt hat, wird dies nie vergessen. Nach dem Wasserguss loderte eine meterhohe Stichflamme in den Himmel.
  Etwas skurril war die Schauübung der "Liliputaner": Das war ein Trupp Feuerwehrsenioren die mit der alten Spritze vom Typ Magirus "Liliput" einen Löscheinsatz aus dem Jahr 1950 nachstellten. Stilecht fuhr ein junger Mann mit dem Fahrrad durchs Dorf, schrie "Feurio", und blies ein weithin hörbares Alarmsignal auf dem Horn.
  Ganz schön Muskelkraft war für die Feuerwehrmänner erforderlich, denn die "Liliput" musste von den Männern selbst zum Einsatz gezogen werden. Obwohl die alten Schläuche schon das eine oder andere Loch hatten, gelang es schließlich doch, den Dieselmotor der Spritze am Laufen zu halten und einen Wasserstrahl auf den "Brandherd" zu richten. Dann wurde richtig gelöscht - und zwar der Durst.
Anmerkung: Die Liliput hat einen Benzin-Viertakter, keinen Diesel!



Augsburger Allgemeine 24.06.2015
Der Feuerteufel hat heute keine Chance
Zum Bericht "Fettexplosion und historischer Löscheinsatz" vom 22. Juni:
Batzenhofen - ein Wohlfühlort! Nicht zuletzt deswegen, weil ihn ein reges Vereinsleben zusammenhält. Großen Anteil daran hat selbstverständlich die freiwillige Feuerwehr, und dies schon unglaubliche 140 Jahre. Das dokumentierte schon die ansprechend gestaltete Festschrift; nur übertroffen durch das abwechslungsreiche Fest selbst. Der häufige Anblick der Respekt gebietenden Uniformen im Ort tut ein Übriges; in unserer nicht sehr friedvollen Zeit Gott sei Dank keine Kriegs- , sondern Vertrauen weckende Helfer-Uniformen. Hier David, da Goliath! Hia da Batzi, do da Feiadeifi (Feuerteufel)! Keine Frage, wer den Zweikampf gewinnt. Der Feuerteufel, der auf dem Fest mit einer Fettexplosion sowie mit einem simulierten Wohnzimmerbrand protzte und mit seinem verheerenden Auftreten sogar in Kinderbüchern und in der hohen deutschen Literatur sein Unwesen treibt, hat in der heimischen Feuerwehr-Wirklichkeit nicht die geringste Chance. So soll es (weitere 140 Jahre?) auch bleiben.
Leserbrief von Herrn Hans Gerbig, Gersthofen/Batzenhofen



Gersthofer Stadtzeitung 01.07.2015
Gut aufgestellt für die Zukunft
JUBILÄUMSFEIER / Die Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen lebe seit 140 Jahren Verlässlichkeit und Verantwortung, so Vorsitzender Stefan Langer beim Festakt.
  Jubiläen seien ein Beleg dafür, dass sich jemand über einen respektablen Zeitraum hinweg über Wasser halten konnte, betonte der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Batzenhofen, Stefan Langer, beim Festabend in der Mehrzweckhalle anlässlich des 140-jährigen Jubiläums der Floriansjünger. "Eine Feuerwehr hält sich dadurch über Wasser, dass sie eine Brandstelle zur rechten Zeit unter Wasser setzt", meinte er dann lakonisch. "Wir haben das jetzt genau 140 Jahre getan - und das ehrenamtlich und mit großem Erfolg."
Langer verwies aber auch darauf, dass dies nur mit einer Ausrüstung möglich gewesen sei, die regelmäßig und der Zeit entsprechend angepasst und erweitert worden ist. Angefangen habe es mit den einfachsten Gerätschaften, so der Vorsitzende. "Trotzdem gelang es damit, so manches Leben, Hof und Haus zu retten." Er erinnerte an einen Wohnhausbrand zwei Jahre nach Gründung der Wehr in Edenbergen sowie an einen verheerenden Großbrand von Scheunen beim Anwesen Josef Wagner und Anton Ortolf.
Geblieben sei allerdings bis /heute die Gründungsidee, erklärte Langer. "Das Retten und Schützen von Leben, Gesundheit und Hab und Gut der Bürger hat seit 140 Jahren Priorität - auch wenn sich dafür die Mittel und die Tätigkeitsschwerpunkte grundlegend geändert haben." Wie vor 140 Jahren erfolge auch heute noch jeder Einsatz freiwillig und frei von Vorurteilen und Egoismus.
Die Gründung der Batzenhofener Wehr erfolgte am 8. Juli 1875. "Damals erklärten sich 18 Männer bereit, etwas Gutes zu tun mit dem hauptsächlichen Ziel, anderen Menschen zu helfen", berichtete Langer. Seitdem "dienten" der Wehr insgesamt 13 Kommandanten und neun Vorsitzende.
Langer ging in seiner Festrede auch auf die Aktivitäten zwischen dem 130-jährigen Jubiläum und heute ein. Hier nannte er den Anbau des Geräteschuppens am Wiesengrund, die Neubeschaffung des Mehrzweckfahrzeugs und die Ernennung des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorstand Josef Schuler zum Ehrenbürger der Stadt Gersthofen.
Starke Initiative vor Ort
Die Feuerwehr habe seit ihrer Gründung Verlässlichkeit und Mitsorge gelebt und diese Eigenschaften denen nahe gebracht, die im Laufe der Zeit in zumeist jugendlichem Alter dazu gestoßen sind, so Langer weiter. Er machte auch aufmerksam, wie wichtig gerade in Dörfern eine gut funktionierende Löschtruppe ist. Das positive Erscheinungsbild der Wehr nach außen und innen habe dazu verholfen, eine der starken Bürgerinitiativen für den Ortsteil Batzenhofen zu sein. Darauf seien die 50 Aktiven neben den rund 200 Mitgliedern des Vereins zu Recht stolz.
Zugleich mahnte der Vorsitzende, die Zukunft nicht zu vergessen. Hier seien vor allem die Nachwuchsförderung und das Gewinnen von Freiwilligen wichtig, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den Mut aufweisen, Entscheidungen zu treffen. Aufgrund der guten Aufstellung in der Wehr werde dies allerdings mit Bravour gelingen, war sich Stefan Langer sicher.
"Liliput" im Einsatz
Neben dem Festakt für geladene Gäste gab es zum Auftakt in der Mehrzweckhalle für alle Junggebliebene unter dem Motto "Flash Over" eine Rock-Party mit der Band "Elusive Silence". Am dritten Festtag warteten die Veranstalter unter anderem mit beeindruckenden Schauübungen, einem simulierten Wohnzimmerbrand und Bierkastenstapeln auf. Zu sehen war auch historisches Gerät wie eine alte Drehleiter und Wasserspritze aus dem Jahr 1903. Zudem wurde ein Einsatz mit der alten "Liliput"-Spritze mit viel Schwung und auch Komik nachgestellt.



MyHeimat Gersthofer 04.07.2015
Wenn "Batzi" feiert
140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen
  zum Bericht auf MyHeimat


Augsburger Allgemeine 02.01.2016
Feuerwehr blickt auf Tornado-Einsatz und Jubiläum zurück
Jahresversammlung Die Jugend der Wehr in Batzenhofen hat zwei weibliche Mitglieder. Kritik gibt es an der Feuerwehr Gersthofen. Langjährige Mitglieder werden geehrt
  Der Hilfseinsatz nach dem Tornado-Unwetter im Mai dieses Jahres gehörte zu den wichtigen Einsätzen der Freiwillige Feuerwehr Batzenhofen in 2015. Kommandant Sven Lorenz erwähnte in seinem Rückblick bei der Jahreshauptversammlung 2015 auch das 140. Jubiläum, das gefeiert wurde. Mit zwei Neuzugängen zur Jugendfeuerwehr hat die Batzenhofener Wehr jetzt auch Frauen in der Mannschaft, betonte Lorenz.
  Vorsitzender Stefan Langer ließ die vielen Veranstaltungen der Wehr wie vor allem Einweihung des neuen Gerätehauses in Hirblingen und das Jubiläumsfest Revue passieren. Dabei brachte er deutlich seinen Ärger über das Fernbleiben des Patenvereins der Feuerwehr Gersthofen beim Festakt zum Jubiläum zum Ausdruck.
Der Vorstand habe sich bereits für die Restauration der Vereinsfahne ausgesprochen, reagierte Langer auf die von Ehrenvorsitzendem Josef Schuler in seinem Grußwort gemachte Anregung. Die Feuerwehr rechnet dabei mit Kosten von 5000 Euro.
  Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle informierte über diskutierte Investitionen für die Feuerwehr im kommenden Jahr. Kassenverwalter Wolfgang Heim erläuterte die Finanzen der Feuerwehr. Kommandant Sven Lorenz verabschiedete Reinhard Lorenz, der altersbedingt ausscheidet, aus dem aktiven Dienst und dankte ihm für seinen Einsatz als "Stüblewirt".
  Kommandant Sven Lorenz und Bürgermeister Wörle ehrten aktive Kameraden für ihre lange, zwischen zehn und 25 Jahren währende Dienstzeit: Albert Abbt, Michael Rößle, Karl Abbt, Stefan Kugelmann, Andreas Köhler, Joachim Ehinger, Thomas Janetschek, Herbert Huber, Michael Killimann, Sebastian Schaflitzel, Martin Ehinger, Reimund Zedelmeier, Reinhold Schmid, Konrad Rößle, Peter Kugelmann und Robert Sailer.
  Stefan Schöffel erhielt für besondere Dienste in der Feuerwehr das obligatorische "Weizenglas". Zum Abschluss übergab der Vorsitzende seinem Stellvertreter Reimund Zedelmeier für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft eine Ehrungskarte und ein Weinpräsent.



Augsburger Allgemeine 02.06.2017
Ersatz für eine "alte Dame"
Rettung Gersthofer Feuerwehr bekommt eine neue Drehleiter. Auch Batzenhofen erhält wichtige Ergänzung für die Einsätze
  In die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Gersthofen wird weiter investiert. So erhält die Batzenhofer Wehr einen Gerätewagen Logistik und die Gersthofer Feuerwache bekommt eine neue Drehleiter.
  Die Drehleiter (DL) ist das häufigste Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr: Diejenige der Gersthofer Feuerwehr ist inzwischen 22 Jahre alt und wurde 2014 für 230 000 Euro komplett überholt. Sie werde von den Aktiven "Dame" genannt, erklärte Maschinist Alexander Reutemann.
  Sie ist ein markantes Feuerwehrfahrzeug und kommt häufiger vor als der Teleskopmast. Heute verfügt die Drehleiter meist über einen Korb, der am sogenannten Leiterpark fest montiert ist oder in diesen eingehängt werden kann. Für Gersthofen als sinnvoll erachtet wurde ein Modell der Bezeichnung "DLK 23/12". So nennt man eine automatische Drehleiter der 30-Meter-Klasse. Das "K" signalisiert, dass das Rettungsgerät auch einen Korb hat.
  Am häufigsten sind in Deutschland Drehleitern dieser Bauart bei den Feuerwehren zu finden, da damit an allen Gebäuden unterhalb der Hochhausgrenze angeleitert werden kann. In der Regel kann damit das siebte Obergeschoss erreicht werden. Bei Hochhäusern mit noch mehr Stockwerken, beispielsweise dem Kuka-Turm im Gersthofer Hery Park, ist zur Menschenrettung ein zweiter baulicher Rettungsweg oder ein Sicherheitstreppenraum erforderlich. Bei diesem Gebäude an der Bahnhofstraße wurde eine Außentreppe aus Metall ans Gebäude gebaut. Die Kosten für die neue Drehleiter belaufen sich auf rund 750 000 Euro.
  Beschlossen wurde im Sozial- und Ordnungsausschuss nach Auskunft der Stadtverwaltung auch, dass die Feuerwehr Batzenhofen einen "Gerätewagen Logistik" des Typs GWL 2 erhält. Dieser Gerätewagen Logistik 2 ist nach DIN genormt und besitzt ein handelsübliches Lastwagen-Fahrgestell Kraftfahrzeuggewichtsklasse "Mittel" mit Allradantrieb und Singlebereifung; die Norm empfiehlt ein vollautomatisches Getriebe.
  Der Aufbau besteht aus einer Ladefläche mit einer Plane und einer Ladebordwand, deren Mindestnutzlast 1500 Kilogramm beträgt. Zwischen Kabine und Pritsche muss ein Gerätekoffer vorhanden sein, um die in der Norm beschriebene Beladung unterzubringen. Auf der Ladefläche müssen zudem mindestens sechs Rollcontainer oder Gitterboxen transportiert werden können.
  Es gibt verschiedene Rollwagen oder Gitterboxen, zum Beispiel Rollwagen Tragkraftspritze, Öschaden, Lichtmast, Schlauch und diverse andere. Die Flächenlast der Ladefläche beträgt mindestens 800 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Kosten dafür liegen bei 270 000 Euro, für das Fahrgestell wurden bereits 100 000 Euro in den Haushalt eingestellt.
  Die Stadt Gersthofen beschäftigt eine eigene Mitarbeiterin für die Feuerbeschau. Im Ausschuss wurde nun angeregt, noch einen bereits vorhandenen Gerätewart für diese Aufgabe hinzuzuziehen. Die Verwaltung prüft diese Lösung im Moment.



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